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  • Irene Fribus

Traditionen & Bräuche auf eurer Hochzeit

Aktualisiert: 6. Mai


Heute möchte ich euch einige Bräuche und Traditionen vorstellen, für die sich viele Brautpaare auf ihrer Hochzeit entscheiden. Generell gilt jedoch, integriert nur die Bräuche, die zu euch passen und mit denen ihr euch wohl fühlt. Hier gibt es ausdrücklich keinen Richtwert ob und wieviel Traditionen/Bräuche auf einer Hochzeit laufen sollten, da dies sehr individuell ist.



1. Spalier stehen für das Glück

Spalier stehen bedeutet, dass die Gäste sich in zwei Reihen, gegenüber voneinander aufstellen und das Brautpaar durch den so entstehenden Gang laufen muss. Die Bedeutung dieses Brauches ist, dass das frisch verheiratete Paar hierdurch sinngemäß die ersten Stolpersteine und Hindernisse gemeinsam überwinden lernt, indem es sich zusammen auf diesen beengten Weg begibt. Außerdem gilt das Spalier stehen auch als Ehrerweisung und wird bei Hochzeiten als besonderer Glückwunsch verstanden.



2. Brot & Salz

Hier empfangen die Eltern das Brautpaar, meist zum Einzug in den Festsaal oder zu Beginn der Hochzeit mit Brot (i.d.R. ein Hefezopf) und einem Schälchen Salz auf einem bestickten Tuch. Das Brautpaar reist jeweils ein Stück Brot ab, würzt es (salzen) und füttert sich gegenseitig. In den slawischen Ländern sagt man, dass derjenige, der das größere Stück abreißt, auch das Sagen in der Ehe haben wird. Da ist immer sehr amüsant für die Gäste :). Das Brot symbolisiert, dass es dem Brautpaar an nichts fehlen soll. Sie sollen immer genug zu essen haben, im Wohlstand leben und es soll Liebe, Freude, Glück und Harmonie in der Ehe im Überfluss vorhanden sein. Das Salz symbolisiert die gewisse Würze, die in der Ehe nicht fehlen soll. Das bestickte Tuch symbolisiert, dass die Eltern dem Brautpaar ihren Segen zu dieser Ehe geben.


3. Schuhklau

Der Schuhklau kommt vor dem Eröffnungstanz und ist ein Garant für gute Stimmung und spielt euch dabei auch ein paar Euros in die Portokasse :). Eine verkleidete Crew (z.B. Zigeuner, Mafia, Superhelden. etc., der Fantasie ist keine Grenzen gesetzt :)) hat den Schuh der Braut unbemerkt geklaut und nun muss dieser wieder „ausgelöst werden“, damit das Brautpaar die Tanzfläche eröffnen kann. Das Spektakel sollte bei einer deutschen Gesellschaft vorangekündigt werden, damit alle ein paar kleine Scheine mitbringen und es wird auf der Hochzeit von mir nochmal erklärt, sodass auch jeder dem Spektakel folgen kann. Es werden vorzugsweise an die Trauzeugen und/oder das Brautpaar lustige Aufgaben vergeben, die sie an Ort und Stelle erledigen müssen (z.B. der Trauzeuge küsst alle Frauen im Raum und die Trauzeugen alle Männer oder der Bräutigam muss seiner Braut auf 10 Sprachen „Ich liebe dich sagen“).


4. Mutter-Sohn-Tanz / Vater-Tochtertanz

Die Braut und/oder der Bräutigam tanzt mit einem Elternteil ein langsames Lied und wertschätzt damit das Elternteil und die Zeit, die es zu Hause verbringen konnte. Auch die Liebe zu den Eltern und die Dankbarkeit für das Großziehen kann da, in diesen emotionalen Moment rein interpretiert werden. Man verabschiedet sich quasi von seinem Elternhaus und gründet seine eigene Familie.


5. Strauß- und Strumpfband werfen

Die Braut wirft ihren Blumenstrauß oder einen „Wurfstrauß“ und kürt damit die nächste Braut. Bei den Männern wird meistens die Ansteckblume oder das Strumpfband der Braut geworfen.


6. Die Schleierabnahme

Um 24 Uhr wird der Braut, bei ruhiger Musik, der Schleier von einer Person ihrer Wahl (meistens die Mutter oder die Patentante) und optional dem Bräutigam die Ansteckblume, abgenommen. Hintergrund hierzu ist, dass um Mitternacht, aus dem Brautpaar, nun ein Ehepaar wird, da der nächste Tag beginnt. Dieser emotionale Moment, wird meist mit einem gemeinsamen langsamen Tanz als Ehepaar abgeschlossen. Die Gäste versammeln sich um das Brautpaar, um mit ihnen diesen Moment zu teilen.


7. Schleiertanz

Nach der Schleierabnahme, stellen sich die Trauzeugen, zu einander, auf 2 Stühle und halten den abgenommenen Schleier hoch, sodass nun die Gäste darunter „durchgehen“ können (ein „Durchgangsbogen“ wird gebildet). Nun hat jeder die Chance, der gerne nochmal mit der Braut oder dem Bräutigam tanzen möchte, dies zu tun. Hierzu werfen die Gäste nacheinander etwas Geld in den Schleier und dürfen dann unter dem Schleier durchgehen und mit der Braut/dem Bräutigam tanzen, bis nach ein paar Minuten der nächste wieder Geld rein wirft und den Gast ablöst. Dies bietet gerade den älteren Gästen, die sich meist nach der Schleierabnahme verabschieden, sich vom Brautpaar zu verabschieden und nochmal zu sprechen. Diese Tradition bildet meistens das Ende des „offiziellen“ Teils der Hochzeit und läutet die Tanzparty ein. Alternativ zu Geld, kann man auch die Gäste, Wünsche für das Brautpaar auf kleinen Zettel aufschreiben lassen und diese in den Schleier legen lassen.

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